Neues aus den Arbeitskreisen | Juni 2026

Arbeitskreis Wasser und Energie

Von Biogas bis Wasserstoff: Die Rolle von Wasser in der Energiewende

Unter dem Leitthema „Energie und Wasser im Gleichklang – Wege zu resilienten Infrastrukturen“ tagte der Arbeitskreis Wasser und Energie am 22. Juni 2026 zu seiner 25. Sitzung. Im Fokus standen energieautarke Kläranlagen sowie die Rolle konventioneller Kraftwerksstandorte in der Energiewende.

Teilnehmende der 25. Sitzung des Arbeitskreises Wasser und Energie © GWP

Dr.-Ing. Ursula Schließmann, stellvertretende Institutsleiterin des Fraunhofer IGB und GWP-Vorstandsmitglied, zeigte in einem Impulsvortrag Zielkonflikte zwischen Energieerzeugung, Energieverbrauch und CO₂-Klimaneutralität sowie die Auswirkungen der neuen vierten Reinigungsstufe der EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) auf den Energiebedarf auf. Als Schlüsseltechnologie wurden Faultürme vorgestellt, die aus Klärschlamm Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung gewinnen. Als Praxisbeispiel diente die Hochlastfaulung-Pilotanlage des Fraunhofer IGB auf der Kläranlage Ulm.

Im zweiten Vortrag erläuterte Peter Volkmann, Kraftwerksleiter der KNG Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH Rostock, die Implikationen der Energiewende auf den Kraftwerksbetrieb. Er stellte dabei das geplante Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (StromVKG) zur Absicherung der Stromversorgung sowie den Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes bis 2032 vor. Die geplante Anbindung des Kraftwerks Rostock an das Wasserstoffnetz eröffnet dem Energiestandort neue Perspektiven im Transformationsprozess.

Nach den Vorträgen befassten sich die Teilnehmenden in einem interaktiven Teil mit der Kläranlage der Zukunft und legten ihre Prognose für die Bereiche Wasser, Energie, Ressourcen und Organisation ab.

Weitere Themen an der Schnittstelle von Wasser und Energie werden in einem Online-Update im September sowie der nächsten Sitzung im November 2026 besprochen.