Team up im Regionalforum Afrika

Wechsel an der Spitze

Am 7. Dezember 2023 fand das 42. Treffen des Regionalforums Afrika in der GWP-Geschäftsstelle in Berlin statt, an dem Mitglieder sowohl persönlich als auch digital teilnahmen. In einer emotionalen Verabschiedung übergaben Michael Kersting (Hermann Sewerin GmbH) und Gerhard Simon (Lanxess Deutschland GmbH) nach vier Jahren engagierter Leitung das Zepter. Das Duo reflektierte die Höhepunkte seiner Amtszeit seit 2017 und bedankte sich herzlich für die produktive Zusammenarbeit mit den Forumsmitgliedern. Das Regionalforum Afrika zählt zu den aktivsten Gremien bei German Water Partnership e.V. (GWP).

Staffelstabübergabe. Michael Kersting (rechts) verabschiedet sich nach langjähriger Leitung. Manuel Krauss (links) wird neuer Regionalforenleiter. Foto (c) Manuel Krauss

Boris Greifeneder, Geschäftsführer von GWP bedankte sich auch im Namen des Vorstandes von GWP für die langjährige Leitung und das Engagement für das GWP-Netzwerk. Insbesondere würdigte er den Beitrag von Michael Kersting und Gerhard Simon zu den Partnerschaftsprojekten mit der African Water and Sanitation Association (AfWASA), GAPWAS und AGTIWAS, die maßgeblich zur internationalen Anerkennung der deutschen Wasserwirtschaft als Trägerin innovativer Technologien beitragen. Die gemeinsame Entwicklung von Projekten und Kooperationen im Bereich der Markterschließung und des Capacity Buildings seien das, was das Regionalforum über die Jahre so stark und dynamisch gemacht haben.

Unter der Leitung von Boris Greifeneder wählte das Regionalforum einstimmig die neue Spitze (vorbehaltlich der Bestätigung durch den Vorstand): Manuel Krauss (Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RHTW Aachen) als Leiter und Christian Schepers (Hermann Sewerin GmbH) als Stellvertretung. Mit ihrer breiten Expertise in der angewandten Forschung und der Industrie wurde die neue Forumsleitung von den Mitgliedern ausdrücklich begrüßt.

Geschäftsmöglichkeiten für GWP-Mitglieder in Afrika

Angeli Büttner (Klimaconnection) teilte ihre Erfahrungen im Senegal und in Ruanda im Rahmen des Projekts AGTIWAS – African-German Training Initiative for Water and Sanitation zum Aufbau einer African Water and Sanitation Academy (AWASA) – mit. Sie betonte die zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel und die verlängerten Dürreperioden, insbesondere im Senegal. Der Bedarf an einem technologiegestützten Regenwassermanagement steigt, u.a. wegen mangelnder Entwässerungs- und Trennsysteme für Abwasser und Regenwasser zur Bewältigung von Starkregenereignissen, geringer Grundwasserauffüllung durch fehlende Versickerung, wegen des Bedarfs an Überwachung der Regenwasserbewirtschaftung und der Wasserversorgung in ländlichen Gebieten. Es bieten sich viele Potenziale für GWP-Mitglieder, sich mit ihren Lösungen und Technologien in der Region zu engagieren.

Tobias Schill, Ansprechpartner für die Region Südliches Afrika, stellte das Wirtschaftsnetzwerk Afrika, eine Initiative des BMWK, vor. Er betonte die Bedeutung der Partnerschaft mit dem GWP-Netzwerk und ermutigte KMUs, von den Beratungs- und Begleitungsangeboten Gebrauch zu machen. Von der Geschäftsidee bis hin zum konkreten Markteintritt bietet das Wirtschaftsnetzwerk zahlreiche Angebote für KMU, unter anderem Beratungsgutscheine und die Entwicklung von Verbundprojekten für spezifische afrikanische Länder. Darüber hinaus bieten die Branchenexperten eine branchen- und landesspezifische Beratung und Begleitung an. Mehr dazu erfahren Sie unter: https://www.africa-business-guide.de/de/wirtschaftsnetzwerk-afrika

Rishel Dharmapall, Branchenexperte für Kreislaufwirtschaft in Südafrika, präsentierte sein Leistungsangebot und identifizierte Geschäftsmöglichkeiten für GWP-Mitglieder. Diese umfassten unter anderem den Infrastrukturaufbau, die Entwicklung von Finanzierungsmodellen und den Ausbau von Wasser- und Prozessingenieurskompetenzen. Eine umfassende Übersicht der Möglichkeiten finden GWP-Mitglieder in der Präsentation, die im Mitgliederbereich einsehbar ist. Bei Interesse an weiteren Informationen zu den Geschäftsmöglichkeiten wenden Sie sich bitte an GWP-Referentin Marie-Louise Chagnaud.

Ausblick: Projektentwicklung AGTIWAS und GAPWAS

GWP-Referentinnen Marie-Louise Chagnaud und Larika Waldmann skizzierten abschließend die Pläne für das Jahr 2024 in den Projekten GAPWAS und AGTIWAS: Neben der Fortführung von Capacity Building unseres Partners AfWASA und seiner Mitglieder steht ein verstärkter Austausch zwischen GWP-Mitgliedern und AfWASA-Mitgliedern auf der Agenda. Die Geschäftsstelle lädt zu Vortrags- und Austauschideen für das kommende Jahr ein und weist auf die IFAT München vom 13. bis 17. Mai 2024 hin, bei der zwei Delegationen afrikanischer Kollegen erwartet werden. Melden Sie sich gerne per E-Mail, wenn Sie Interesse an einem Besuch der Delegationen an Ihrem IFAT-Stand haben oder kommen Sie am GWP Gemeinschaftsstand in Halle B2 vorbei!