Strategische Partnerschaften für eine nachhaltige Wasserentwicklung in Afrika

Erfolgreicher Planungsworkshop in Abidjan

Eine Delegation mit starker GWP-Geschäftsstellenbesetzung reiste Ende Oktober nach Abidjan, um an der gemeinsamen Planungswoche der Partnerschaftsprojekte GAPWAS – German-African Partnership for Water and Sanitation – und AGTIWAS – African-German Training Initiative for Water and Sanitation – teilzunehmen. Diese Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit der African Water and Sanitation Association (AfWASA) durchgeführt und haben das Ziel, den Wasser- und Abwassersektor in Afrika nachhaltig zu stärken.

Die GWP-Delegation, bestehend aus den beiden fachlichen Steuerungen Marie-Louise Chagnaud und Larika Waldmann sowie den lokalen Langzeitexpert:innen Sabine Sibler und Stefan Reuter, wurde zudem durch GWP-Geschäftsführer Boris Greifeneder verstärkt. Diese geballte Expertise ermöglichte nicht nur eine konkrete Projektplanung vor Ort, sondern eröffnete auch die Gelegenheit, übergreifende strategische Themen der Verbandsentwicklung und -zusammenarbeit zu diskutieren, die über die Laufzeiten der Projekte hinausreichen.

Schlüsselinitiativen zur Stärkung des Wassersektors in Afrika

 Zum Auftakt der Woche stand der Planungsworkshop im AGTIWAS-Projekt im Fokus. Das Projekt unterstützt die AfWASA bei der Institutionalisierung ihres bereits bestehenden dezentral panafrikanischen Trainings- und Capacity-Building-Angebots. Hierzu soll die AWASA (African Water and Sanitation Academy) aufgebaut werden, in der Fachkräfte des afrikanischen Wasser- und Abwassersektors sowohl zu technischen als auch zu administrativen Themen geschult werden. Durch ihr dezentrales Modell und die starke Kooperation mit fachlichen Einrichtungen und Bildungspartnern in den jeweiligen Ländern kann die Akademie ein bedarfsgerechtes Angebot, angepasst auf den jeweiligen lokalen Kontext, entwickeln. Das Projekt, das 2024 in sein drittes Jahr geht, konnte bereits Erfolge verzeichnen, darunter die Entwicklung von Modulen für Training of Trainers in den Bereichen Regenwassermanagement/Klimaanpassung sowie Abwassermanagement.

Auch in den kommenden Wochen und Monaten stehen viele wichtige Veranstaltungen an, darunter das Treffen der regionalen Partner auf dem Kongress der International Water Association (IWA) in Kigali vom 10. bis 14. Dezember 2023. Ist auch Ihr Unternehmen vor Ort? Vernetzen Sie sich gern mit uns (Stand 20) oder nehmen Sie an unseren technischen Sessions teil:

  • Business Forum Room, 11. Dezember 2023, 14:15 – 15:00 Uhr (local time), Vorstellung der AWASA
  • Workshop 9: Technical Room, 12. Dezember 2023, 10:30 – 12:00 Uhr (local time), “Increasing urban climate resilience with early warning systems and water reuse options for treated municipal wastewater”
  • Workshop 19: Technical Room, 13. Dezember 2023, 10:30 – 12:00 Uhr (local time), “Mastering water treatment and water quality testing in remote locations”

Die Verbandspartnerschaft GAPWAS (German-African Partnership for Water and Sanitation) mit der AfWASA hat ebenfalls das Arbeitsprogramm für 2024 erarbeitet. Neben Aktivitäten zum Capacity Building des Partnerverbands wird das Projektteam um Stefan Reuter die erfolgreiche Reihe „Ask-the-Experts“ fortsetzen, sowohl live auf dem IWA-Kongress als auch durch eine Reihe von mehrtägigen Workshops. Diese werden in enger Abstimmung mit dem AGTIWAS-Team koordiniert, um Synergien frühzeitig zu identifizieren und die Reichweite der jeweiligen Schulungen zu maximieren.

Ausblick: IFAT, Capacity Building und Fortsetzung der „Ask-the-Experts“ Reihe

Im nächsten Jahr geht es stark weiter: Zur Leitmesse IFAT Munich 2024 wird mit Unterstützung beider Projekte eine AfWASA-Delegation nach München reisen und sowohl den direkten Austausch mit GWP-Mitgliedern und Messebesuchern suchen als auch einen gemeinsamen Beitrag zum Rahmenprogramm zum Thema Frauen und Nachwuchskräfte der Wasserwirtschaft in Afrika leisten. Sollten Sie Interesse am Austausch im Rahmen der Messe haben, melden Sie sich gerne bei Marie-Louise Chagnaud oder Larika Waldmann aus der GWP-Geschäftsstelle.

Ein herausragendes Ergebnis der gemeinsamen Planungswoche ist der beidseitig starke Wunsch nach einer Vertiefung der Kooperation über die Projektlaufzeit hinaus. Der regelmäßige fachliche und persönliche Austausch von Mitarbeitenden beider Verbände, aber auch die Präsenz von Expert:innen unserer Mitglieder vor Ort stärken das Vertrauen, unterstützen die Arbeit beider Verbände und festigen Geschäftsbeziehungen. Diese Brücke zwischen den Mitgliedern von GWP und AfWASA ebnet den deutsche Unternehmen den Weg, im afrikanischen Markt Fuß zu fassen oder ihre dortige Tätigkeit auszuweiten.

Bleiben Sie auf dem Laufenden für weitere spannende Entwicklungen und Erfolge unserer Zusammenarbeit!