„Wir wollen nicht kopieren und einfügen; wir müssen uns anpassen und umstellen“, betonte Dr. Rose Kaggwa und führte weiter aus, wie wichtig es ist, die Schulungskonzepte anzupassen und zu verändern. Dieser Gedanke fand bei den Teilnehmenden der Session „Decentralized Capacity Building for Africa: the African Water and Sanitation Academy“ (Dezentraler Kapazitätsaufbau für Afrika: die afrikanische Wasser- und Abwasserakademie) am 6. Juli 2023 im Rahmenprogramm der IFAT Africa großen Widerhall und unterstrich die Notwendigkeit maßgeschneiderter Initiativen zum Kapazitätsaufbau, die auf die besonderen Herausforderungen Afrikas eingehen.
Die Sitzung beleuchtete das PartnerAfrika Projekt AGTIWAS (African-German Training Initiative for Water and Sanitation) zur Stärkung der Weiterbildung von Fachkräften im Wasser- und Abwassersektor in zunächst zwei Pilotländern – Ruanda und Senegal – , das in Zusammenarbeit zwischen German Water Partnership (GWP) und der African Water and Sanitation Association (AfWASA) realisiert und durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die sequa gGmbH unterstützt wird. AGTIWAS soll den afrikanischen Wassersektor entscheidend voranbringen.
Die AWASA – Ein Schulungszentrum zum Ausbau der Fachkompetenz im Bereich Wasser- und Abwasserdienstleistung
Kernstück des Projekts ist die Gründung der African Water and Sanitation Academy (AWASA). Ziel ist die AWASA als Kompetenzzentrum zu etablieren, das maßgeschneiderte Schulungsprogramme für Fachleute im Wasser- und Abwassersektor anbietet. Mit einem nachhaltigen Finanzierungsmodell und einer starken Führung soll die Akademie das Wissen und die Fähigkeiten von Fachkräften der technischen, aber auch der Führungsebenen afrikanischer Betreiber und Privatfirmen so stärken, dass sie die Herausforderungen im Bereich Wasser und Abwasser wirksam angehen können.

Während der Sitzung fand eine lebhafte Diskussion statt, die von angesehenen Expert:innen verschiedener Organisationen geleitet wurde: Faustina Boachie von Ghana Water Company Ltd, Dr. Esper Jacobeth Ncube, Acting General Manager Scientific Services von Rand Water, Dr. Siméon Kenfack, Director of Programmes AfWASA, Dr. Rose Kaggwa, Director Business and Scientific Services bei der National Water & Sewerage Corporation (NWSC), Larika Waldmann von GWP und Eric Zoma, Berater des Geschäftsführers von ONEA Burkina Faso, teilten wertvolle Erkenntnisse und Erfahrungen.
Einer der vielversprechendsten Aspekte dieses Projekts sind die Partnerschaften und Kooperationen die es fördert. Mehrere AfWASA-Mitglieder, unter anderem aus Kenia, Burkina Faso, Südafrika und Ghana, bekundeten ihr Interesse an einer Teilnahme und am Aufbau von Partnerschaften mit ihren nationalen Ausbildungszentren. Diese Zusammenarbeit wird das Netzwerk des Wissensaustauschs stärken und zu einem robusteren Wasser- und Abwassersektor auf dem gesamten Kontinent beitragen.
