Landwirtschaftliche Bewässerung und Wiederverwendung

Wasser als Schlüsselressource für unsere Zukunft

Der Arbeitskreis Landwirtschaftliche Bewässerung und Wiederverwendung innerhalb von German Water Partnership bündelt die fachliche Expertise von Unternehmen, Forschungsinstitutionen und Organisationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Wasserwirtschaft. Ziel ist es, den Austausch zu fördern, innovative Technologien zu identifizieren, praxistaugliche Lösungen weiterzuentwickeln und konkrete Beiträge zur nachhaltigen Wassernutzung in der Landwirtschaft zu leisten – weltweit und auch in Deutschland.

Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Wasserressourcen in der Agrarproduktion effizient, umweltgerecht und zukunftssicher genutzt werden können. Der Arbeitskreis versteht sich als Plattform für Wissenstransfer, Projektentwicklung und strategischen Dialog – mit dem Anspruch, wirtschaftliche Potenziale zu erschließen und gleichzeitig ökologische Verantwortung zu übernehmen.

Globale Herausforderungen

Themen wie Ernährungssicherheit, Umwelt- und Klimaschutz und nachhaltiges Ressourcenmanagement sind untrennbar miteinander verbunden. Eine intelligente und zielgerichtete Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen ist ein zentraler Baustein, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Denn die Realität ist eindeutig: Der weltweite Wasserstress nimmt überproportional zu – nicht nur in Trockengebieten, sondern auch in bisher wasserreichen Regionen. Trockenperioden, Extremwetter und Nutzungskonflikte stellen die Landwirtschaft vor enorme Herausforderungen.

Der Status quo: veraltete Bewässerungssysteme mit hohen Verlusten

In vielen Regionen kommen noch traditionelle Methoden wie Oberflächenbewässerung mit Beregnungsmaschinen oder das Fluten von Ackerflächen zum Einsatz. Gerade Landwirte und Landwirtinnen in Regionen mit hohem Wasserstress nutzen oft ineffiziente Bewässerungslösungen. Ineffizient sind diese Verfahren, da sie weder zeitlich noch mengenmäßig dem tatsächlichen Wasserbedarf der Pflanzen gerecht werden – mit der Folge eines unnötig hohen Verbrauchs und steigender Ressourcenknappheit.

Eine unserer Herausforderungen besteht also darin, diese Märkte für effiziente und ressourcenschonende landwirtschaftliche Bewässerungslösungen zu begeistern.

Der Weg nach vorn

Bewässerung 3.0

Moderne Bewässerungssysteme bieten die Chance, Landwirtschaft effizienter, resilienter und nachhaltiger zu gestalten. Sie arbeiten automatisiert und digitalisiert, sind präzise steuerbar und auf maximale Ressourcenschonung ausgelegt. In Gemeinschaftsanlagen ermöglichen sie eine nachhaltige Bewirtschaftung im großen Maßstab. Diese Systeme:

  • reduzieren Wasserverluste durch Verdunstung oder Versickerung,
  • senken den Energieverbrauch,
  • ermöglichen die Nutzung von aufbereitetem Abwasser,
  • und amortisieren sich durch ihre lange Lebensdauer und geringen Betriebskosten bereits nach kurzer Zeit.

Bewässerung 3.0 steht damit für eine neue Generation der landwirtschaftlichen Wasserversorgung – vergleichbar mit modernen Trink- und Abwasseranlagen in ihrer Effizienz und Zuverlässigkeit.

Marktchancen für die Wasserwirtschaft

Für GWP-Mitglieder ergeben sich aus dieser Entwicklung vielfältige Chancen – sei es in den Bereichen:

  • Beratung und Projektentwicklung,
  • Planung und Engineering,
  • Lieferung von Systemkomponenten,
  • oder im Aufbau von Demonstrationsprojekten und internationalen Kooperationen.

Der weltweite Bedarf an innovativen, skalierbaren und nachhaltigen Bewässerungslösungen wächst und mit ihm der Handlungs- und Gestaltungsspielraum für die deutsche Wasserwirtschaft.

Mitmachen, mitgestalten, Mehrwert schaffen

Der Arbeitskreis lädt alle GWP-Mitglieder ein, sich aktiv einzubringen: Mit Know-how, Projektideen, Praxisbeispielen und Visionen für die Zukunft der landwirtschaftlichen Bewässerung und Wiederverwendung. Ob in Arbeitsgruppen, bei Veranstaltungen oder in Pilotvorhaben – hier entsteht ein Raum für Austausch und Zusammenarbeit, der nachhaltige Impulse für Branche, Umwelt und Gesellschaft setzt.

Aktuelle Veranstaltungen

Informationen/Meldungen

Water Forward wird konkret: Tunesien und Marokko im Fokus

Beim „German Development Cooperation – World Bank Water Deep Dive“ wurden aus strategischem Austausch konkrete Ansatzpunkte für eine engere Zusammenarbeit im Wassersektor. GWP bringt dabei die Perspektive der deutschen Wasserwirtschaft ein – mit dem Ziel, Entwicklungszusammenarbeit, Finanzierung und unternehmerische Kompetenzen früher und systematischer zusammenzubringen.

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Vom Dialog zur Umsetzung: GWP vertieft Wasserkooperation mit Kasachstan

Aus einem kontinuierlichen Dialog wird konkrete Zusammenarbeit: GWP treibt gemeinsam mit kasachischen Partnern die Idee eines Kasachisch-Deutschen Wasserlabors voran. Perspektivisch sollen daraus konkrete Projekte und neue Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen entstehen.

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Zehn Jahre SDG 6: Eindrücke vom High-Level Political Forum der Vereinten Nationen

Anfang Juli kamen Ministerinnen und Minister, EU-Kommission, UN-Botschafterinnen und -Botschafter, Entwicklungsbanken, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft aus nahezu allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen in New York zusammen und diskutierten gemeinsam darüber, wie die Agenda 2030 trotz zunehmender geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen noch erreicht werden kann. GWP repräsentierte vor Ort den privaten Wassersektor als Teil einer starken deutschen Delegation.

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Warum Verlässlichkeit und Netzwerke die beste Währung für uns sind | Die Vorstandskolumne

Dr. Michael Kuhn blickt in der aktuellen Vorstandskolumne auf 100 Jahre Firmengeschichte zurück und zeigt, warum Wasser damals wie heute ein existenzielles Zukunftsthema ist. Er macht deutlich, dass angesichts immer komplexerer Herausforderungen Netzwerke wie GWP erfolgsentscheidend sind und gibt einen Überblick über anstehende Vernetzungsmöglichkeiten im Regionalforum Süd- und Südostasien.

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