Neue Märkte erschließen, internationale Partnerschaften stärken und deutsche Wassertechnologien weltweit positionieren: Zwei Leistungsschauen führten deutsche Unternehmen im September und Oktober 2026 nach Mexiko und Saudi-Arabien. German Water Partnership (GWP) begleitete beide Reisen, um den fachlichen Austausch zu fördern und neue Geschäftsperspektiven für die deutsche Wasserwirtschaft zu eröffnen.
Mexiko: Zusammenarbeit für nachhaltiges Wassermanagement stärken
Vom 21. bis 25. September 2026 erkundeten acht deutsche Unternehmen im Rahmen einer Leistungsschau die Potenziale des mexikanischen Wassermarktes. Die von GWP und der AHK Mexiko im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) organisierte Reise führte nach Mexiko-Stadt und Guadalajara.
Mexiko steht vor vielfältigen Herausforderungen im Wassermanagement – von der effizienten Nutzung begrenzter Wasserressourcen über die Modernisierung der Infrastruktur bis hin zur nachhaltigen Bewirtschaftung industrieller und landwirtschaftlicher Wasserkreisläufe. Welche Lösungsansätze deutsche Unternehmen hierfür bieten können, stand im Mittelpunkt des fünftägigen Programms.
Ein zentraler Programmpunkt war das German-Mexican Symposium on Water Management Technologies am 22. September in Mexiko-Stadt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft tauschten sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im mexikanischen Wassersektor aus. Thematische Schwerpunkte bildeten die Renaturierung von Flüssen, die Wiederverwendung von Wasser sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Optimierung der landwirtschaftlichen Bewässerung.
Wie innovative Technologien zu einem effizienteren Ressourceneinsatz in der Industrie beitragen können, zeigte ein Workshop bei BASF Mexicana. Im direkten Austausch wurden konkrete Herausforderungen des industriellen Wassermanagements und mögliche technologische Lösungsansätze diskutiert.
Wie wertvoll dieser praxisorientierte Austausch für die teilnehmenden Unternehmen war, unterstreicht Dr. Michael Kuhn von der KUHN GmbH:
„Der Workshop bei BASF war ein gutes Beispiel dafür, wie aus einer Delegationsreise ein echter fachlicher Austausch wird: Es gab eine konkrete Fragestellung, und wir konnten unsere Erfahrung und Expertise direkt in die Diskussion einbringen.“
Ergänzende Fachgespräche und B2B-Treffen boten den teilnehmenden Unternehmen Gelegenheit, Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern und institutionellen Akteuren zu knüpfen und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Die Leistungsschau schuf damit neue Anknüpfungspunkte, um deutsche Technologiekompetenz mit dem Bedarf des mexikanischen Marktes zusammenzubringen.
Saudi-Arabien: Marktchancen im Zeichen der Vision 2030
Auch Saudi-Arabien bietet deutschen Wassertechnologieunternehmen vielfältige Geschäftsperspektiven. Im Rahmen seiner Vision 2030 investiert das Königreich in die Modernisierung und nachhaltige Entwicklung des Wassersektors. Welche Chancen sich daraus für deutsche Unternehmen ergeben, stand im Mittelpunkt einer Leistungsschau vom 4. bis 8. Oktober 2026 in Riad.
Organisiert wurde die Reise vom German-Saudi Arabian Liaison Office for Economic Affairs (GESALO) gemeinsam mit SBS systems for business solutions und GWP im Auftrag des BMWE.
Das Programm vermittelte den teilnehmenden Unternehmen Einblicke in aktuelle Markttrends, geplante Projekte und den Ausbau lokaler Produktionskapazitäten. Im Mittelpunkt standen zudem die Rahmenbedingungen für den Markteintritt sowie mögliche Kooperations- und Geschäftsmodelle mit saudischen Partnern.
Ein Höhepunkt war das Symposium bei der Riyadh Chamber of Commerce & Industry, bei dem die deutschen Unternehmen ihre Technologien und Lösungen einem saudischen Fachpublikum vorstellten. Eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern von Dorsch Global, Juffali und GI Aqua Tech beleuchtete die Markt- und Investitionspotenziale des saudischen Wassersektors. Diskutiert wurde insbesondere, welchen Beitrag innovative Technologien zur Erreichung der Wasser- und Nachhaltigkeitsziele des Landes im Rahmen der Vision 2030 leisten können.
Fachbriefings sowie Gespräche mit saudischen Behörden, Unternehmen und Institutionen ergänzten das Programm. Der direkte Austausch ermöglichte es den Teilnehmenden, Anforderungen des lokalen Marktes besser zu verstehen, Geschäftskontakte aufzubauen und Ansatzpunkte für eine künftige Zusammenarbeit zu identifizieren.


Internationale Märkte erschließen, Partnerschaften aufbauen
Die beiden Leistungsschauen verdeutlichen, wie unterschiedlich die Herausforderungen und Marktbedingungen im internationalen Wassersektor sind – und wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten deutscher Wassertechnologien. Während in Mexiko insbesondere nachhaltiges Ressourcenmanagement und technologische Lösungen für Industrie und Landwirtschaft im Fokus standen, rückten in Saudi-Arabien die Modernisierung des Wassersektors und die damit verbundenen Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten in den Vordergrund.
Der Mehrwert solcher Reisen geht dabei über die Erschließung neuer Märkte hinaus: Neben dem direkten Kontakt zu potenziellen Geschäftspartnern und institutionellen Akteuren vor Ort bietet auch der Austausch innerhalb der deutschen Delegationen wichtige Impulse. Unternehmen lernen voneinander, identifizieren gemeinsame Interessen und schaffen Anknüpfungspunkte für künftige Kooperationen.
Für GWP sind solche Formate ein wichtiger Baustein der internationalen Netzwerkarbeit: Sie verbinden den Zugang zu neuen Märkten mit der Stärkung des eigenen Netzwerks, machen deutsche Wasserkompetenz international sichtbar und unterstützen die Anbahnung langfristiger Partnerschaften.
Unterwegs mit GWP: Mexiko aus Unternehmensperspektive
Dr. Michael Kuhn von der KUHN GmbH teilt seine persönlichen Eindrücke von der Leistungsschau Mexiko – über Marktpotenziale, konkrete Herausforderungen und den Mehrwert internationaler Netzwerkarbeit.











