Ein Großteil der Infrastruktur, die unsere Städte am Laufen hält, liegt verborgen unter der Erde. Dort sichert sie tagtäglich die Wasserver- und Abwasserentsorgung von Bevölkerung und Industrie. Doch Urbanisierung, Klimawandel und alternde Anlagen setzen diese kritische Infrastruktur zunehmend unter Druck.

Diese Herausforderung stand im Mittelpunkt der Paneldiskussion „Beneath the Surface: German Solutions for Resilient and Resource-Efficient Water Infrastructure in Southeast Asia“ auf einer der Hauptbühnen der Singapore International Water Week, die von German Water Partnership (GWP) mitorganisiert wurde. Fünf Vertreter:innen deutscher Mitgliedsunternehmen diskutierten vor internationalem Fachpublikum über die Herausforderungen und Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Wasserinfrastruktur in der Region. Als Moderator führte Roland Waniek, Geschäftsführer des IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur, durch die Diskussion. Das Panel brachte Expert:innen aus komplementären Technologiebereichen zusammen und machte dabei deutlich, was die deutsche Wasserwirtschaft auszeichnet: die Fähigkeit, die gesamte Prozesskette abzudecken. Von der kontrollierten Sammlung und Rückhaltung von Regenwasser durch bgu-Umweltschutzanlagen über die grabenlose Rohrsanierung durch SAERTEX multiCom und alternative Entwässerungssysteme von Roediger Vacuum bis hin zur energieeffizienten Belüftung in der Kläranlage durch Aerzener Maschinenfabrik präsentierten die Panelist:innen Lösungen entlang des gesamten Wasserkreislaufs. NIVUS GmbH verdeutlichte dabei, wie präzise Messtechnik und IoT-basierte Prozesssteuerung an jedem Glied dieser Kette als verbindendes Element wirken und Betreibern ermöglichen, von reaktivem Betrieb zu datengesteuertem Management überzugehen.
Die Diskussion zeigte, dass Singapur als einer der fortschrittlichsten Wassermärkte der Welt zugleich ein idealer Ausgangspunkt ist, um deutsche Technologieexpertise in die gesamte Region zu tragen. Wir danken allen Panelteilnehmenden herzlich für ihr Engagement und freuen uns, die deutschen Kompetenzen in der Wasserwirtschaft auch künftig auf internationalen Bühnen sichtbar zu machen.
Abseits der Bühne konnten Messebesucher:innen am GWP-Stand die Kompetenzen des Netzwerks über den Virtual Index of Members (VIoM) entdecken. Nach seinem Launch auf der IFAT Munich 2026 war die digitale Plattform damit erstmals auf einer internationalen Messe im Einsatz.
