Nach mehrjähriger Zusammenarbeit ist die Kammer- und Verbandspartnerschaft (KVP) zwischen German Water Partnership (GWP) und der African Water and Sanitation Association (AfWASA) erfolgreich abgeschlossen worden. Das durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über sequa geförderte Projekt leistete einen wichtigen Beitrag zur institutionellen Weiterentwicklung von AfWASA sowie zur Intensivierung des deutsch-afrikanischen Austauschs im Wasser- und Sanitärsektor.
Ziel der Partnerschaft war es, AfWASA nachhaltig als leistungsfähigen und vernetzten Verband im afrikanischen Wasser- und Abwassersektor zu stärken. Im Mittelpunkt standen Capacity Development, Wissensmanagement, die Weiterentwicklung von Dienstleistungen sowie der Ausbau langfristiger Kooperationen zwischen afrikanischen und deutschen Partnern.

Institutionelle Entwicklung und Professionalisierung
Im Rahmen des Projekts wurden interne Strukturen und Prozesse von AfWASA gezielt weiterentwickelt. Insgesamt nahmen 48 Mitarbeitende des Verbandes an Fortbildungen zu Qualitätsmanagement, interner Kommunikation und Organisationsentwicklung teil. Parallel dazu wurde ein umfassender Qualitätsmanagementprozess initiiert, der perspektivisch in eine ISO-9001-Zertifizierung münden soll.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein war der Relaunch der zweisprachigen AfWASA-Website Anfang 2025. Die neue Plattform stärkt die Sichtbarkeit des Verbandes, seiner Dienstleistungen und Projektergebnisse und dient zugleich als zentrale Wissens- und Kommunikationsplattform für Mitglieder und Partner.
Neue Dienstleistungen und nachhaltige Angebote

Ein Schwerpunkt des Projekts lag auf dem Ausbau nachhaltiger Dienstleistungen und neuer Serviceangebote für Mitglieder. Im Rahmen des Projekts wurden mehrere neue beziehungsweise deutlich erweiterte Angebote entwickelt, darunter technische Workshops, Delegationsreisen, digitale Wissensplattformen und Matchmaking-Formate zwischen Wasserversorgern und Unternehmen.
Darüber hinaus unterstützte das Projekt die Weiterentwicklung der African Water and Sanitation Academy (AWASA), die Fortbildungsangebote für Fachkräfte des afrikanischen Wasser- und Sanitärsektors bereitstellt. Auch innovative Ansätze wie die African Utility Database Collective (AUDC) wurden begleitet, um langfristig datenbasierte Benchmarking- und Austauschplattformen für afrikanische Wasserversorger aufzubauen.
Intensiver deutsch-afrikanischer Wissensaustausch
Die Partnerschaft förderte den kontinuierlichen Austausch zwischen afrikanischen und deutschen Akteuren der Wasserwirtschaft. Im Verlauf des Projekts wurden mehr als 15 Austauschformate umgesetzt – darunter Webinare, Workshops, Panels auf internationalen Fachmessen sowie gemeinsame Dialogveranstaltungen. Insgesamt profitierten mehr als 570 afrikanische Fachkräfte von diesen Formaten.
Zu den wichtigsten Formaten gehörte die Webinarreihe „Ask the Experts“, die sich als dauerhaftes Austauschformat zwischen afrikanischen und deutschen Fachakteuren etablierte. Ergänzt wurde dies durch gemeinsame Veranstaltungen mit Partnern wie GWOPA, DWA, GIZ und WaterWorX sowie durch Panels auf der IFAT Africa und IFAT Munich.

Zusätzlich wurden insgesamt 23 Videotestimonials produziert, die die Wirkung der Verbandsarbeit und die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern von AfWASA und GWP dokumentieren.
Zusammenarbeit in herausfordernden Rahmenbedingungen
Die Projektarbeit fand in einem herausfordernden Umfeld statt. Politische Spannungen im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in Côte d’Ivoire sowie der Rückzug internationaler Geberorganisationen erhöhten den Druck auf viele Akteure im afrikanischen Wassersektor.
Vor diesem Hintergrund gewann die institutionelle Stärkung von AfWASA zusätzlich an Bedeutung. Die Partnerschaft unterstützte den Verband dabei, nachhaltige Strukturen, neue Dienstleistungen und alternative Einnahmequellen aufzubauen sowie die regionale und internationale Vernetzung weiter auszubauen.
Zusammenarbeit wird fortgeführt
Auch nach dem offiziellen Projektabschluss wollen GWP und AfWASA die Zusammenarbeit fortführen. Erfolgreiche Formate wie „Ask the Experts“ sollen weiterentwickelt und bestehende Netzwerke zwischen afrikanischen und deutschen Akteuren weiter ausgebaut werden.
Bereits nach Ende der Projektlaufzeit wurden AfWASA-Mitglieder in das Fachprogramm des GWP-Gemeinschaftsstands auf der IFAT München 2026 eingebunden. Dies unterstreicht die nachhaltige Wirkung der Partnerschaft und die Fortsetzung des deutsch-afrikanischen Fachdialogs im Wassersektor.



