Zukunftsfragen der Wasserresilienz – deutsch-kasachischer Austausch im Arbeitskreis Urbane Wasserresilienz

Am 10. September 2025 fand die 3. Sitzung des Arbeitskreises Urbane Wasserresilienz mit insgesamt 51 Teilnehmenden statt. Im Mittelpunkt stand der virtuelle Austausch mit einer hochrangigen kasachischen Delegation, die ihre Herausforderungen im Bereich Wasserressourcen- und Hochwassermanagement vorstellte.
Herausforderungen des kasachischen Wassersektors
Die Vertreterinnen und Vertreter aus Ministerien, Forschungsinstituten und Unternehmen betonten den großen Handlungsbedarf bei Hochwasserschutz, Wasserversorgung und Abwasseraufbereitung. Besondere Themen waren:
- Risiken durch Gletscherschmelze und Dürren,
- Verbesserung der Datenerhebung und Prognosesysteme,
- Sanierung und Neubau von Kläranlagen,
- Herausforderungen durch extremes Klima und starkes Bevölkerungswachstum.
Ein Fachvortrag von Saltanat Zhumassultanova (Ministry of Water Resources) stellte das Hydrologie-Modell TALSIM NG und seine Anwendung für Risikoanalysen vor.
Wasserlösungen aus Deutschland
Deutsche Unternehmen und Institutionen präsentierten Lösungsideen zu:
- Mess- und Prognosesystemen,
- Regenwassernutzung und naturbasierten Ansätzen,
- Abwasserrecycling (Reuse) und innovativen Kläranlagenkonzepten,
- Infrastrukturprojekten und lokaler Fertigung.
Zudem stellte Dr. Leif Wolf (PTKA, KIT) aktuelle BMFTR- und EU-Fördermaßnahmen im Bereich Wasser- und Klimaforschung vor.
Als nächstes Highlight steht ein geplanter Roundtable in der kasachischen Botschaft in Berlin an, bei dem konkrete Projektideen weiterentwickelt und vertieft diskutiert werden sollen.
