Neue Märkte und Zielgruppen für den AK Industriewasserwirtschaft

Die 15. Sitzung des AK Industriewasserwirtschaft legte einen Schwerpunkt auf die Erweiterung der Ausrichtung des Arbeitskreises – sowohl regional als auch inhaltlich.
Neben einem spannenden Vortrag der AHK Russland und einer Präsentation über das Wassermanagement einer Papierfabrik erhielten die Teilnehmenden einen ersten Überblick über das fertige Industriewasserkompendium.
Die Veranstaltung fand in hybrider Form beim Gastgeber JUMO in Fulda statt.

Engagement deutscher Firmen in Russland: Ein wachsender Markt

Die Reinigung von Abwasser gewinnt auf internationaler Ebene zunehmend an Priorität – so auch in Russland. In ihrem Vortrag „Abwasserbehandlung in der russischen Industrie: Status Quo & Perspektiven“ vermittelte Katharina Schoene (AHK Russland) den Teilnehmenden einen aktuellen Überblick über die Entwicklungen auf dem russischen Markt, die Vielzahl an Geschäftschancen für deutsche Unternehmen sowie anstehende Projekte vor Ort.

GWP-Mitglieder können im kommenden Jahr gleich von mehreren Vorhaben profitieren. So wird GWP gemeinsam mit der AHK Russland im Rahmen des Markterschließungsprogrammes des BMWi eine Leistungsschau in Russland durchführen (21.-25. März 2022, InteressentInnen wenden sich bitte an Markus Winter). Das Programm umfasst die Standorte Moskau, Perm und Udmurtien, die großes Investitionspotential in diversen Bereichen bieten. Darüber hinaus planen die AHK Russland und GWP ein Kooperationsprojekt, gefördert durch die Exportinitiative Umwelttechnologien des BMU. Ziel des Projektes ist, die Implementierung von Technologien und Know-How aus Deutschland in russischen Abwasserreinigungsanlagen durch den Dialog mit russischen Industrieunternehmen zu fördern.
Die Aktivitäten versprechen einen tiefen Einblick in die russische Unternehmenslandschaft und nationale Gesetzgebung und bieten deutschen AnbieterInnen so die Möglichkeit, langfristige Geschäftsbeziehungen im Zielland zu etablieren. Weitere Informationen sowie Anmeldeunterlagen werden zeitnah auf der GWP Webseite zur Verfügung gestellt.

Zukünftige Ausrichtung des Arbeitskreises: Industriewasser hat viele Facetten

Ein weiterer Höhepunkt der Sitzung war die Präsentation von Astrid Umana (Papierfabrik Adolf Jass GmbH) über die Wasser- und Abwasservorbereitung einer modernen Papierfabrik. Der Vortrag zeigte auf, dass große Schnittmengen zwischen PapierfabrikantInnen und der Wasserbranche bestehen. Die anschließende Diskussion gab Anstoß, die Außenwirkung des Arbeitskreises zu erhöhen, um Verbandsaustausch und branchenübergreifende Zusammenarbeit zu generieren.

Dieses Ziel verfolgt auch das Industriewasserkompendium, das in der Zusammenarbeit von GWP, GIZ und mit Förderung der Exportinitiative Umwelttechnologien des BMU erstellt wurde. Das Kompendium dient als Mittel, internationalen Austausch zu fördern und nachhaltige Technologien Made In Germany international zu etablieren. Gleichzeitig bietet es für den Arbeitskreis Industriewasserwirtschaft eine Möglichkeit, potenzielle Mitgliedsunternehmen anzusprechen, neue Kontakte zu knüpfen und sich thematisch auf weitere Bereiche auszurichten – beispielsweise Prozess-, Intake- oder Kühlwasser.

Zukünftig soll der Austausch unter den AK-Mitgliedern zu den zahlreichen Industriebranchen weiter gefördert werden, um so relevante Themenschwerpunkte zu setzen, aber auch Anknüpfungspunkte zu angrenzenden Branchen zu identifizieren. So soll der Arbeitskreis langfristig branchen- und clusterübergreifend als Ansprechpartner zum Thema Industriewasserwirtschaft etabliert werden.

Agenda und Protokoll der Sitzung sowie die vorliegenden Präsentationen stehen auf der Seite des Arbeitskreises zur Verfügung. Bei Fragen und Anmerkungen, wenden Sie sich bitte an Markus Winter von der Geschäftsstelle.