German Water Partnership (GWP) war in der vergangenen Woche in Astana, Kasachstan, bei zwei hochrangigen Formaten vertreten: dem Regional Ecological Summit 2026 sowie dem Berliner Eurasischen Klub (BEK). Für GWP nahm Geschäftsführer Boris Greifeneder teil.
Zwei hochrangige Formate in Astana
Der Regional Ecological Summit brachte Staats- und Regierungschefs Zentralasiens sowie Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen – darunter die Vereinten Nationen – zusammen. Im Zentrum der Diskussionen stand die wachsende strategische Bedeutung von Wasser für nachhaltige Entwicklung, wirtschaftliche Stabilität und Klimaanpassung in der Region. Sowohl in der Plenarsitzung als auch in Fachformaten wurde deutlich: Effektives Wasserressourcenmanagement entwickelt sich zu einem zentralen Faktor für die Zukunft Zentralasiens.
Unterstützung für internationale Wasserinitiative
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Initiative Kasachstans zur Einrichtung einer internationalen UN-Institution für Wasser. Diese wurde im Rahmen eines Roundtables von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft unterstützt.
Deutsche Wasserwirtschaft bringt Expertise ein
Beim Berliner Eurasischen Klub brachte GWP die Perspektiven und Kompetenzen der deutschen Wasserwirtschaft ein – aufbauend auf der intensiven Zusammenarbeit der vergangenen anderthalb Jahre. Im Fokus standen konkrete Lösungsansätze sowie Prioritäten für die weitere Kooperation in Kasachstan. Neben GWP präsentierten auch weitere Akteure, darunter das Mitgliedsunternehmen System S&P, ihre Projekte und Initiativen in der Region.

Austausch auf höchster politischer Ebene
Ein Höhepunkt war die Teilnahme von Boris Greifeneder an der Wirtschaftsdelegation unter Leitung des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft. Diese umfasste auch ein Treffen mit dem Präsidenten der Republik Kasachstan, Kassym-Jomart Tokayev. In diesem Rahmen wurden zentrale Themen und Herausforderungen der bilateralen Zusammenarbeit im Wassersektor adressiert.
Konkrete nächste Schritte der Zusammenarbeit
Auf Arbeitsebene bestehen bereits tragfähige Kooperationen mit dem kasachischen Wasserministerium, dem Kazakhstan Center for Modernization and Development of Housing and Communal Services sowie der Botschaft der Republik Kasachstan in Berlin. Diese sollen in den kommenden Monaten – unter anderem im Rahmen des Regionalforums EECCA – weiter konkretisiert, in Arbeitspakete überführt und in die GWP-Mitgliedschaft getragen werden.

Inhaltlich liegt der Schwerpunkt insbesondere auf der Zusammenarbeit im Bereich Labortechnik, die Modernisierung bestehender Kläranlagen sowie perspektivisch auf der Einrichtung eines deutsch-kasachischen Water Technology Hubs.
Fazit: Neue Chancen für Kooperation
Die Gespräche und Eindrücke aus Astana zeigen deutlich: Wasser rückt in Zentralasien zunehmend ins Zentrum strategischer Überlegungen – und eröffnet zugleich neue Chancen für internationale Partnerschaften und technologische Kooperation.
