„Use. Treat. Repeat.“ – GWP präsentiert deutsche Wasserwirtschaft auf der IFAT India 2026

Scheinwerfer an für deutsche Wassertechnologien: Vom 9. bis 11. September 2026 präsentierte German Water Partnership (GWP) drei Tage lang die Kompetenzen der deutschen Wasserwirtschaft vor internationalem Fachpublikum und Entscheidungsträger:innen auf der IFAT India 2026 in Mumbai. Neben der Präsenz am German Pavilion organisierte GWP eine eigene Paneldiskussion auf der Blue Stage sowie eine geführte Solutions Tour über den Pavilion.

Den inhaltlichen Höhepunkt bildete die Paneldiskussion „Use. Treat. Repeat. – German Technologies for Water Reuse in India”. Indien hat sich ambitionierte Ziele zur Wasserwiederverwendung gesetzt: Unter AMRUT 2.0 müssen größere Städte mindestens 20 % ihres Abwassers recyceln, mehrere Bundesstaaten haben 2026 eigene Reuse-Policies verabschiedet, und das Namami-Gange-Framework sieht langfristig die vollständige Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser vor. Diese Ziele in verlässlich funktionierende Systeme zu überführen, ist jedoch eine ingenieurtechnische Herausforderung, die den gesamten Wasserkreislauf betrifft.

Genau hier setzte unser Panel an. Fünf Vertreter deutscher Mitgliedsunternehmen deckten mit ihren Technologien gezielt die entscheidenden Glieder dieser Kette ab – von wassersparenden Sammelsystemen über präzise Durchflussmessung und Monitoring bis hin zu energieeffizienter biologischer Behandlung und robusten Membrantechnologien für die Wiederverwendung. Moderiert von Christian Schepers (Hermann Sewerin GmbH) diskutierten Akhil Bhosale (Roediger Vacuum), Axel Wenzel (NIVUS GmbH), Nikesh Parsan Zachariah (Binder GmbH), Tobias Steube (Berghof Membranes) und Narendra Pratap Singh (MANN+HUMMEL Water & Membrane Solutions), was es technisch, betrieblich und wirtschaftlich braucht, damit Wasserwiederverwendung in Indien in großem Maßstab gelingt.

Die Diskussion machte deutlich, dass die Technologie für Aufbereitung und Wiederverwendung längst vorhanden ist. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch im umliegenden System, von der Quellentrennung über verlässliche Daten und Vertrauen in die Wasserqualität bis hin zur Betrachtung der Lebenszykluskosten statt reiner Anschaffungspreise.

Abseits der Blue Stage führte GWP interessierte Fachbesucher:innen im Rahmen einer Solutions Tour direkt zu den ausstellenden Unternehmen am German Pavilion, wo diese ihre Technologien in kurzen Pitches vorstellten. Teilnehmende kamen mit potenziellen Partnerinnen und Partnern vor Ort ins Gespräch und informierten sich über die hochmodernen technischen Lösungen „Made in Germany“.