
Am 25. Februar 2026 kamen das Regionalforum Afrika und der Arbeitskreis Urbane Wasserresilienz erstmals zu einer gemeinsamen Sitzung in der Geschäftsstelle von German Water Partnership (GWP) sowie online zusammen, um Synergien zwischen beiden Gremien zu identifizieren und zu stärken.
Im Rahmen der Sitzung wurden Dr.-Ing. Manuel Krauß (FiW an der RWTH Aachen) und Christian Schepers (Hermann Sewerin GmbH) erneut als Gremienleitung des Regionalforums Afrika gewählt und einstimmig im Amt bestätigt. Das Regionalforum wird auch künftig diverse Perspektiven und Projekte vorstellen und soll relevanten Akteuren aus Afrika und Deutschland offen stehen. Daher werden auch in Zukunft alle Sitzungen hybrid stattfinden und vorrangig auf Englisch durchgeführt werden. Dies trägt dem Umstand Rechnung, dass viele Unternehmen der deutschen Wasserwirtschaft in Afrika mit lokalen und englischsprachigen Mitarbeitenden operieren.
Inhaltlich standen aktuelle Markteinblicke in Ost- und Subsahara-Afrika im Fokus, u. a. mit Beiträgen von Germany Trade & Invest. Carsten Ehlers, Experte für Ostafrika, machte deutlich: Märkte wie Kenia, Äthiopien oder Tansania bieten weiterhin erhebliche Potenziale – insbesondere im Bereich Wasserinfrastruktur, Resilienz und urbane Entwicklung.
In ihrem Beitrag zu Geschäftspotenzialen im frankophonen Afrika brachte Mirabel Mayack (African Investment Day) weitere Aspekte ein, die die Erfolgschancen für deutsche Unternehmen verbessern: der Aufbau eines persönlichen Netzwerks, interkulturelle Kompetenz und lokale Präsenz sind hierfür unerlässlich. Ihr Tipp ist hier: bestehende Beratungsangebote nutzen und erweitern, um interkulturelle und lokale Expertise in den Zielmärkten zu fördern.

Der gemeinsame Themenschwerpunkt „Urbane Wasserresilienz“ zeigte klare Synergien zwischen regionaler Markterschließung und technischer Expertise. Im Forschungsprogramm „Wassersicherheit in Afrika (WASA)“ mit Fokus im südlichen Afrika fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gemeinsam mit den lokalen Regierungen und Behörden die Entwicklung von anwendungsnahen und bedarfsorientierten Technologien zur Lösung klimawandelbedingter Herausforderungen. Die sieben Forschungsvorhaben wurden vorgestellt. Mit dem Projekt NEU-Water wurden Ansätze zu Nature-based Solutions und den Herausforderungen der Urbanisierung im Zusammenhang mit der Wasserversorgung und Abwasserversorgung in Franschoe, Südafrika und Tansania diskutiert. Die Bedeutung digitaler Instrumente für klimaresiliente Städte sowie die Weiterentwicklung der Africa Utility Data Collaborative der African Water and Sanitation Association wurden vorgestellt.
Vertreter der GIZ stellten das Programm NatuReS zur Förderung von Public-Private-Partnerschaften zur Einbindung und Kooperation öffentlicher Stellen und der Zivilgesellschaft, um die Wasserressourcen in vier afrikanischen Ländern nachhaltig zu bewirtschaften. Es wurden insbesondere Beispiele aus Sambia und Uganda vorgestellt. Besonders die Einbindung des privaten Sektors wird hier entsprechend der neuen strategischen Orientierung deutscher Entwicklunsgpolitik verfolgt.
Die Sitzung bot Raum für Austausch und Vernetzung: Neue Kontakte wurden geknüpft, Projektansätze diskutiert und der Grundstein für weitere Kooperationen – auch mit internationalen Partnern – gelegt.
Ein weiterer Meilenstein ist der neu überarbeitete Flyer des Arbeitskreises Urbane Wasserresilienz. Er schärft das Profil des Forums und dient künftig als Instrument zur gezielten Ansprache potenzieller Partner, insbesondere im internationalen Kontext.
Die gemeinsame Sitzung hat gezeigt: Die enge Verzahnung des Regionalforums Afrika und Arbeitskreises Urbane Wasserresilienz eröffnet konkrete Perspektiven für eine vertiefte Zusammenarbeit und neue Projekte in afrikanischen Wachstumsmärkten.
