Stärkung der Resilienz der Wasserversorgung bei Überschwemmungen: GWP und AfWASA bündeln Kräfte in Douala und Abidjan

Teilnehmende des Workshops in Abidjan © GWP/AfWASA

Im August 2025 fanden zwei aufeinanderfolgende Fachworkshops in Douala (20.–22. August) und Abidjan (25.–26. August) statt, die sich den Themen resiliente Wasserversorgung und Gesundheitsschutz in Überschwemmungssituationen widmeten. Die Veranstaltungen wurden von der African Water and Sanitation Association (AfWASA) in enger Partnerschaft mit German Water Partnership (GWP) und lokalen Behörden organisiert.

Hintergrund und Zielsetzung

Sowohl Douala in Kamerun als auch Abidjan in Côte d’Ivoire stehen vor zunehmenden Herausforderungen durch häufige Überschwemmungen, rasches Stadtwachstum und damit verbundene Risiken für die Trinkwasserversorgung und die öffentliche Gesundheit. Ziel der beiden Workshops war es, Fachwissen und Kapazitäten vor Ort zu stärken, praxisnahe Methoden für Notfallplanungen zu vermitteln und den Dialog zwischen Versorgungsunternehmen, Kommunen, staatlichen Stellen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zu fördern.

Erarbeitung von Notfallplänen © GWP/AfWASA

Inhalte und Methodik

Insgesamt über 80 Fachkräfte aus Wasserwirtschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen, Sicherheitskräften und Zivilgesellschaft erlernten Grundlagen und Standards der Notfallversorgung mit Trinkwasser sowie Methoden zur Bedarfsanalyse und Erstellung lokaler Notfallpläne. Außerdem wurden technische Lösungen wie mobile Aufbereitungssysteme und Ultrafiltration vorgestellt. Durch praktische Simulationsübungen und Feldbesuche erprobten die Teilnehmenden das gewonnene Know-how im lokalen Kontext.

Während der Schwerpunkt in Douala auf der Entwicklung und Übung von siebenstufigen Notfallplanungsprozessen lag, konzentrierte sich der Workshop in Abidjan auf das Management von Bedarfen für Notunterkünfte (z. B. Schulen, Kirchen, Universitäten) inklusive der Definition klarer Rollen und Verantwortlichkeiten der Akteure.

Teilnehmende des Worshops in Douala © GWP/AfWASA

Ergebnisse und Ausblick

Die Workshops haben mehr als 80 Fachleuten internationale Notfallmanagementmethoden beigebracht und sie befähigt, diese unter den lokalen Rahmenbedingungen anzuwenden. Es wurden ein Netzwerk zwischen Kommunen, Versorgern, Universitäten und internationalen Partnern aufgebaut und konkrete Empfehlungen für die Integration der Ansätze in kommunale und nationale Katastrophenschutzpläne formuliert. Darüber hinaus wurde die Grundlage für eine Übertragung der Ansätze auf weitere Städte in West- und Zentralafrika geschaffen.

Die Kooperationen bieten GWP-Mitgliedsunternehmen praxisnahe Einblicke in die lokalen Herausforderungen afrikanischer Partnerstädte und decken konkreten Bedarf an Expertise und Lösungen in den Bereichen Notfallversorgung, Wasseraufbereitung und Logistik auf. Damit eröffnen sie Chancen zur Zusammenarbeit in Projekten zur Förderung der (urbanen) Wasserresilienz und Klimaanpassung.

Mit den Workshops in Douala und Abidjan bekräftigen AfWASA und GWP ihr gemeinsames Ziel, afrikanische Städte bei der Entwicklung robuster, nachhaltiger Wasserversorgungssysteme zu unterstützen – und zugleich konkrete Anknüpfungspunkte für deutsche Unternehmen in der internationalen Zusammenarbeit zu schaffen.