Ein starkes Engagement für ein nachhaltiges Morgen: German Water Partnership bei der ReBuild Ukraine Messe in Warschau

Vom 14. bis 15. November fand in Warschau zum zweiten Mal die Messe ReBuild Ukraine statt, die sich dieses Jahr intensiv dem Thema Energie widmete. German Water Partnership e.V. (GWP) war mit Referentin Claudia Niemann vor Ort und beeindruckt von der Resonanz sowie dem kollektiven Einsatz für den Wiederaufbau und eine nachhaltige Zukunft in der Ukraine.

Der German Pavilion, organisiert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BWMK) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), war ein lebendiger Treffpunkt für den Austausch. Hier präsentierten die AHK Ukraine, Germany Trade & Invest (GTAI), die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ihre Ukraine-Projekte.

Nachhaltige Praktiken und Finanzierungsherausforderungen vor Ort

Die Ukraine erhält erhebliche finanzielle Unterstützung aus Europa, den USA und Asien, sei es von staatlichen Stellen oder privaten Organisationen, für den Bau von Schulen, Wohnungen, Krankenhäusern und der dazugehörigen Infrastruktur. Jedoch bleibt die Situation vor Ort aufgrund des anhaltenden Kriegsgeschehens anspruchsvoll für die Verteilung von Geldern und Aufträgen.

Bemerkenswert ist der Fokus auf nachhaltige Praktiken, der über Nothilfe hinausgeht. Das Gleichgewicht zwischen finanzieller Unterstützung und umweltfreundlichen, nachhaltigen Ansätzen ist entscheidend für ein zukünftiges Win-Win-Szenario. Die geplante Dezentralisierung der Stromerzeugung eröffnet interessante Chancen in den Bereichen Wasser, Wind, Solar und Biomasse.

Deutsche Unternehmen und ihre Rolle im Wiederaufbau der Ukraine

Die Rahmenbedingungen in der Ukraine verbessern sich seit 2014 stetig, unterstützt durch eine verbesserte Governance laut Weltbank und politischem Willen. Mit dem Kandidatenstatus bei der EU wird die Einführung von EU-Standards in den kommenden Jahren erwartet, was das Potenzial für deutsche Unternehmen weiter steigert. Die ReBuild Ukraine verzeichnete eine aktive Teilnahme von 579 Herstellern aus 30 Ländern. Was im Februar mit einer Halle begann, hat sich nun auf  drei Hallen ausgeweitet und zeigt die bemerkenswerte globale Zusammenarbeit. GWP-Mitglieder, darunter KAESER KOMPRESSOREN, Siemens, Diehl Metering sowie Cairdrop waren ebenfalls präsent.

Seit Beginn des Krieges stehen die ukrainischen Wasserversorger vor enormen Herausforderungen. Aufgrund des andauernden Krieges und gezielter Angriffe auf die Infrastruktur der öffentlichen Daseinsversorgung ist die Bereitstellung von und der Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie die Abwasserentsorgung kritisch. Die deutsche Wasserwirtschaft hilft dabei. GWP pflegt seit vielen Jahren eine gute Partnerschaft zur Ukraine. Das Netzwerk setzte sich umgehend nach Beginn des russischen Angriffskrieges für Soforthilfemaßnahmen ein und engagiert sich aktiv am Wiederaufbau mit der Unterstützung der Solidaritätsbetreiberpartnerschaften (finanziert von BMZ und durchgeführt von GIZ und SKEW), dem Spendenaufruf der deutschen Wasserwirtschaft (koordiniert von VKU, durchgeführt von GIZ) sowie der Teilnahme an der Wiederaufbau Plattform Ukraine.

Erfahren Sie mehr über laufende Projekte zur Sicherung der ukrainischen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung hier.

Hinweis: Die GTAI plant am 7. Dezember ein Webinar zur Ukraine. Neben einem Überblick zur derzeitigen Wirtschaftslage, Chancen in ausgewählten Branchen und Neuerungen im fürs Business relevanten Rechtsrahmen, wird auch ein Vertreter der Projektplattform DREAM dabei sein. Er wird erklären, um welche Funktionalitäten die Plattform in nächster Zukunft ergänzt wird und wie Unternehmen sie nutzen können, um einen besseren Überblick über potenzielle Aufträge zu bekommen.

Alle Details sowie Anmeldelink finden Sie unter: Wiederaufbau der Ukraine – Chancen für deutsche Unternehmen | Event l Ukraine l Wirtschaftslage (gtai.de)

Weitere Ausgaben der ReBuild Ukraine Messe für 2024 sind schon in Planung. Im Juni erneut in Warschau wird der Fokus auf Gesundheit liegen.

Wenn Sie sich am Wiederaufbau in der Ukraine beteiligen oder die Chancen in der ukrainischen Wasserwirtschaft erkunden möchten, nehmen Sie am Regionalforum EECCA teil. Die nächste Sitzung findet am 31. Januar 2024 in Ulm statt. Anmeldung und weitere Informationen finden Sie hier. Unterstützen Sie den Wiederaufbau und gestalten Sie gemeinsam mit uns eine nachhaltige Zukunft.