Webinar: (Ab-)Wasser- und Abfallmanagement sowie Umwelttechnologien in Bangladesch
Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz organisiert der OAV in Kooperation mit German Water Partnership e.V. (GWP) und mit German Recycling Technologies and Waste Management Partnership e.V. (RETech) ein Webinar zum Thema (Ab-) Wasser- und Abfallmanagement sowie Umwelttechnologien in Bangladesch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).
Wassermanagement
Bangladesch verfügt zwar über reichhaltige Wasserressourcen, jedoch ist das Land mit einer akuten Trinkwasserknappheit aufgrund verschiedener Arten von Wasserverschmutzungen konfrontiert. Die Kontamination des Wassers geht hauptsächlich auf die Verbreitung von Bakterien und das Einschwemmen von Schadstoffen und Pestiziden zurück. Generell sind Industrieabwässer verantwortlich für etwa 60 Prozent der Wasserverschmutzung in Dhaka.
Nicht nur die Industrie, sondern auch diverse andere Umwelteffekte wirken sich negativ auf die Wasserversorgung im Land aus. Somit unterliegt das Wassermanagement in Bangladesch starken Schwankungen in der Verfügbarkeit von Wasser, die aus den wiederkehrenden Monsun- und Trockenperioden folgen. Schätzungen zufolge wird im Jahr 2030 der durchschnittliche Bedarf in der Trockenzeit 21 Prozent über der Menge des verfügbaren Wassers liegen. Außerdem hat der Klimawandel zur Folge, dass ein Ansteigen des Meeresspiegels das Grund- und Oberflächenwasser zunehmend versalzen wird und somit zusätzliche Aufbereitung notwendig macht.
Die Folge des steigenden Bedarfs an Trinkwasser in Dhaka und anderen Großstädten sowie der Dringlichkeit, sauberes Tiefenwasser hochzupumpen, ist ein rasantes Abfallen des Grundwasserspiegels in den städtischen Peripherien. Die wasserführenden Schichten werden schneller abgepumpt, als sie sich regenerieren können, was das Grundwasser jährlich um zwei bis drei Meter absacken lässt und die bisherige Art der städtischen Wasserversorgung ökologisch nicht mehr tragbar macht.
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