Erfolgreiche Geschäftsanbahnungsreise nach Usbekistan

Deutsche Wasserwirtschaft im Fokus

Vom 23. bis 27. Oktober 2023 organisierte die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Zentralasien (GICC Usbekistan) gemeinsam mit German Water Partnership e.V. (GWP) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) eine Geschäftsanbahnungsreise für deutsche KMUs der Wasserwirtschaft nach Usbekistan. Dies erfolgte im Rahmen des Markterschließungsprogramms des BMWK.

Vertreter der GWP-Mitglieder NIVUS, Bioworks, Lutz-Jesco und Megger Germany nahmen an der einwöchigen Reise nach Taschkent teil. Sie hatten die einzigartige Möglichkeit, ihre Unternehmen vorzustellen und in individuellen Terminen sowie B2B-Gesprächen vor Ort vielversprechende Geschäftsmöglichkeiten anzubahnen. Die Delegation wurde dabei durch eine Vertreterin des BMWK und Julia Egel von der GWP-Geschäftsstelle begleitet.

Einblicke in die Politik und Wirtschaft des Landes

Die Reise bot nicht nur Einblicke in die neuesten politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Usbekistan, sondern ermöglichte auch direkte Kontakte zu relevanten Akteuren. Das Briefing mit der Deutschen Botschaft und dem BMWK markierte den Auftakt, gefolgt von Treffen , der usbekischen Industrie- und Handelskammer sowie .

Usbekistan ist neben Liechtenstein der einzige „double landlocked Staat“, das heißt, dass der Binnenstaat von weiteren Binnenstaaten umgeben ist. Die usbekische Wasserwirtschaft steht vor diversen Herausforderungen: veraltete Infrastruktur, Anpassungsbedarf der Tarifstruktur, Wasserknappheit, Aralsee-Katastrophe und nicht zuletzt die Sorge vor den Folgen des aktuell gebauten Bewässerungskanals im Norden Afghanistans. Hierbei ist deutsches Know-how auf allen Ebenen der usbekischen Wasser- und Abwasserwirtschaft besonders gefragt.

Geschäftschancen für deutsche KMU

Schwerpunkte der Geschäftsanbahnungsreise bildeten die Fachkonferenz und die Kooperationsbörse. Während der Fachkonferenz konnte das Fachpublikum den Vorträgen usbekischer Ministeriums- und Wirtschaftsvertreter:innen folgen und die deutschen Teilnehmenden ihre Unternehmen einer breiten Fachöffentlichkeit präsentieren. Die individuellen B2B-Gespräche der Kooperationsbörse am darauffolgenden Tag boten Gelegenheit, neue Partner zu finden und sich zu gemeinsamen Geschäftsmöglichkeiten auszutauschen.

Usbekische Wasserwirtschaft in der Praxis

Das Programm der Reise wurde durch Betriebsbesichtigungen des 2019 gegründeten Texnoparks sowie der Besichtigung einer Bierproduktionsstätte abgerundet. Ein besonderes Highlight war der Besuch der Stadt Chirchiq, wo die Teilnehmenden Einblickein die Trinkwasseraufbereitungsanlage und den örtlichen Stausee mit Blick auf das Wasserkraftwerk erhielten.

GWP setzt sich weiterhin für eine enge Zusammenarbeit mit Usbekistan ein und lädt alle Mitglieder mit Interesse an diesem Land und der Region ein, sich aktiv am Regionalforum EECCA zu beteiligen. Das Forum kommt in Präsenz am 31. Januar 2024 in Ulm zusammen. Seien auch Sie mit dabei und gestalten Sie die Zukunft der deutsch-usbekischen Wasserzusammenarbeit mit! Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Vorschaubild (c) Bennet Rietdorf_GICC Usbekistan AHK