BMZ-Reformprozess: Deutsche Wasserwirtschaft begrüßt klare Prioritäten und bietet Partnerschaft an

Berlin, 20. Januar 2025 – Mit dem Reformprozess „Zukunft zusammen global gestalten“ setzt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auf klare Prioritäten: weniger Streuung, mehr Wirkung und stärkere wirtschaftliche Partnerschaften. German Water Partnership (GWP) begrüßt diese Neuausrichtung ausdrücklich. Die Konsolidierung und Konzentration der Aktivitäten ist der richtige Schritt, um Ressourcen effizient einzusetzen und nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Die deutsche Wasserwirtschaft steht als Partner bereit, um die internationale Wasseragenda gemeinsam mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft voranzubringen. Ihre Expertise reicht von klimaresilienter Infrastruktur über digitale Wasserlösungen bis hin zu Governance, Kapazitätsaufbau und Finanzierung. Damit deckt sie die gesamte Bandbreite ab – von technologischen Innovationen bis zu institutionellen Reformen.

Gleichzeitig muss Wasser ganzheitlich und über Ressortgrenzen hinausgedacht werden. Wasser ist nicht nur ein Thema der Entwicklungszusammenarbeit, sondern eng verknüpft mit Klima, Landwirtschaft, Energie und Gesundheit. Alle Ministerien arbeiten international an wasserrelevanten Themen. Hier sind Koordination und gemeinsame Ziele entscheidend, um Synergien zu schaffen und Märkte für die deutsche Industrie zu bereiten.

Wasserpartnerschaften als bilaterales Framework sowie die Einrichtung einer zentralen Person auf Staatssekretärsebene nach dem Vorbild der Water Envoy for the Netherlands würden Deutschlands Rolle als verlässlichen Partner sichtbar machen – persönlich und politisch. Dies stärkt die Position Deutschlands als strategischer Wasserpartner und eröffnet neue Chancen für Public-Private-Partnerships und innovative Finanzierungsmodelle.

„Die Reform ist ein wichtiger Schritt – sie zeigt, dass wir mit weniger Mitteln mehr Wirkung erzielen müssen“, betont Boris Greifeneder, Geschäftsführer von GWP. „Dann braucht es tragfähige Geschäftsmodelle und klare politische Rahmenbedingungen. Wasserprojekte bieten hier einen besonders hohen Hebel, da sie soziale, ökologische und wirtschaftliche Effekte vereinen.“

German Water Partnership sieht den BMZ-Reformprozess als wichtigen Impuls, die internationale Wasserzusammenarbeit zukunftsfähig aufzustellen. Gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Partnern wird GWP weiterhin dazu beitragen, Wasser als strategisches Zukunftsthema der Entwicklungszusammenarbeit zu verankern.


Weiterführende Informationen


Über German Water Partnership e.V. (GWP)

GWP setzt sich mit seinen rund 300 Mitgliedern – vom Hochschulinstitut über zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen bis hin zu kommunalen Betreibern und weltweit vertretenen Komponentenherstellern – seit 2008 für die Lösung von wasser- und abwasserwirtschaftlichen Herausforderungen weltweit ein. Internationale Partnerschaften spielen dabei eine besondere Rolle. Durch engen Austausch und Wissenstransfer zu nachhaltigen Technologien trägt GWP ganzheitlich zur Verbesserung der globalen Wasserver- und Abwasserentsorgung bei und setzt erfolgreich Projekte um. Der Verband wird dabei von den Bundesministerien für Wirtschaft, Umwelt, Bildung und Forschung, wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie dem Auswärtigen Amt unterstützt.


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