Ein erfolgreicher Start in das Messejahr 2026 liegt hinter uns. Vom 26. bis 28. Januar blickte die internationale Umweltbranche nach Riad, wo erstmals die IFAT Saudi Arabia stattfand. Besonders der deutsche Beitrag unterstrich, wie essenziell die technologische Partnerschaft zwischen Deutschland und der Golfregion geworden ist – gerade bei der Bewältigung von Wasserknappheit.

Innovation trifft Bedarf: Wasserlösungen für die Golfregion am German Pavilion

Herzstück der deutschen Präsenz war der German Pavilion. Unter den 47 deutschen Ausstellern lag der Schwerpunkt auf zukunftsfähigen Lösungen für die Wasser- und Abwasserwirtschaft. Von hocheffizienten Pumpensystemen über modernste Membrantechnologien zur Meerentsalzung bis hin zu intelligenten Leckage-Erkennungssystemen zeigte sich „Made in Germany“ als Gütesiegel für Wassersicherheit. Angesichts der saudischen „Vision 2030“, die eine umfassende Modernisierung der Wasserinfrastruktur vorsieht, waren die deutschen Expert:innen gefragte Gesprächspartner.
Bundesumweltminister Schneider zur Eröffnung der IFAT Saudi Arabien
Die Bedeutung der bilateralen Partnerschaft wurde durch den Auftritt von Bundesumweltminister Carsten Schneider auf der feierlichen Eröffnungszeremonie untermauert. In seiner Rede rückte Schneider die Wasserwirtschaft in das Zentrum der geopolitischen und ökologischen Zusammenarbeit.
„Eine unserer wichtigsten Ressourcen ist das Wasser – Sie wissen das hier in Saudi-Arabien. Unsere Wasserwirtschaft ist technologisch stark – das zeigt sich auch hier auf der IFAT“, betonte der Minister. Schneider ging beim Rundgang über den Pavilion explizit in das Gespräch mit deutschen Unternehmen, die mit ihren Technologien Antworten auf den globalen Wasserstress geben. GWP-Geschäftsführer Boris Greifeneder tauschte sich mit dem Minister über das Marktpotenzial der Region und das wachsende Interesse der deutschen Wasserwirtschaft – insbesondere von KMU – an einer Ausweitung ihrer Aktivitäten im Nahen Osten aus. Sein Besuch setzte ein starkes Signal: Deutschland steht als verlässlicher Partner bereit, um die ambitionierten Wasserziele der Region gemeinsam zu realisieren.
Die IFAT Saudi Arabia 2026 hat gezeigt: Der Markt für Wassertechnologien wächst rasant, und deutsche Unternehmen spielen dabei eine Schlüsselrolle.
Wasserresilienz und smarte Analytik: Strategien für eine zukunftsfähige Wasserversorgung in der Golfregion

In zwei von GWP organisierten Panels standen die drängendsten Wasserherausforderungen der Region im Fokus – vor dem Hintergrund zunehmenden Drucks auf die Versorgungssysteme durch Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Klimaschwankungen und steigende Nachfrage. Unter dem Leitthema „Water Resilience – Towards Reuse & Resource Recovery“ diskutierten Expert:innen aus Industrie, Wissenschaft und öffentlichem Sektor zentrale Erfolgsfaktoren für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft. Ein weiteres Panel beleuchtete die Rolle moderner Wasseranalytik bei der Erreichung von Wasseroptimierungs- und CO₂-Reduktionszielen: Von Echtzeitmonitoring über prädiktive Analysen bis hin zu intelligentem Infrastrukturmanagement wurde deutlich, dass Resilienz nicht nur die Erschließung neuer Ressourcen bedeutet, sondern vor allem auch den effizienteren Umgang mit bestehenden – denn nachhaltige Wasserwirtschaft heißt auch, Verluste konsequent zu minimieren.
Leistungsschau Saudi-Arabien: Jetzt anmelden
Vom 4. bis 8. Oktober 2026 führt SBS systems for business solutions GmbH in Kooperation mit der Delegation der Deutschen Wirtschaft für Saudi-Arabien, Bahrain und Jemen German-Saudi Arabian Liaison Office for Economic Affairs (GESALO) und German Water Partnership e. V. im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine Leistungsschau in Saudi-Arabien durch. Die Teilnehmer des Programms haben die Möglichkeit, den saudi-arabischen Markt effizient und kostengünstig mit der professionellen Betreuung der Kooperationspartner im Projekt zu erkunden und Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern und Entscheidungsträgern zu knüpfen oder zu intensivieren. Anmeldefrist ist der 31. März 2026.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf unserer Veranstaltungsseite.
